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Verbote gegen das Rauchen

Da die Gesundheitsschädigung von Zigaretten wissenschaftlich bewiesen werden konnte, begannen viele Länder dem Rauchen entgegenzuwirken. Vorreiter hierfür sind die USA. Hier sind bereits Fälle bekannt, wo das Rauchen in der Öffentlichkeit in einer Kommune generell verboten wurde. Als erstes Land weltweit hat das Königreich Bhutan (im Himalaya gelegen) ein landesweites Rauchverbot in der Öffentlichkeit durchgesetzt.

Um Brand- und Gesundheitsgefahren abzuwenden ist das Rauchen hier in Deutschland vielerorts auch bereits verboten worden. Ob Schulen, Restaurants, Tankstellen oder Krankenhäuser, all diese Orte wurden mit einem offiziellen Verbotsschild versehen. Es wurde jedoch festgestellt, dass dieses Schild das Rauchverlangen der Raucher von anfacht, da es eine gerade angezündete Zigarette zeigt.

Seit 2003 gibt es ein weitreichendes Verbot, in der Werbung Tabakerzeugnisse anzupreisen. Generell ist dies in Zeitungen und sonstigen Publikationen, Dienstleistungen der Informationsgesellschaft und allen Rundfunksendungen verboten. Durch den EG-Gesundheitsminister wurden auf Zigarettenpackungen und anderen Tabakverpackungen dringende Warnhinweise eingeführt (z.B. Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen).

Es wurde auch bereits über ein Rauchverbot in Fahrzeugen gesprochen, was bisher aber noch nicht rechtswirksam durchgesetzt werden konnte. Die Überlegung hier ist, die Unfallrate zu senken, da man während der Autofahrt durch das Rauchen abgelenkt sei. Dies sei insbesondere beim Anzünden der Zigarette der Fall.

Rauchen macht hässlich und krank

Es ist durch mehrere wissenschaftliche Studien bewiesen worden: Der Alterungsprozess wird durch langjähriges Rauchen beschleunigt. Die Attraktivität des Körpers sinkt. Der Prozess der Hauterneuerung wird gestört. Es kommt neben längerer Wundheilung auch zu einer extrem schnelleren und stärkeren Faltenbildung. Außerdem kommen rauchende Frauen durchschnittlich eher in die Wechseljahre, was auf hormonelle Veränderung des Körpers zurückzuführen ist.

Nicht nur das die Zähne durch Rauchen gelber werden, nein auch Zahnfleischentzündungen kommen öfters vor. Das führt unter Umständen zu einem verfrühten Zahnausfall. Bei starken Rauchern sind zusätzlich auch die Fingernägel und Finger aufgrund des Nikotins gelb verfärbt, was mehr als unansehnlich ist. Außerdem ist auch auf den Händen eine erhöhte Faltenbildung zu sehen. Von einer schlechteren Durchblutung der Hände einmal abgesehen!

Bei Langzeitrauchern verschlechtert sich das Hautbild des Gesichtes merklich und auch hier ist eine erhöhte Faltenbildung zu beobachten. Außerdem stinken die Kleider permanent nach kaltem Rauch und auch der Geruchs- und Geschmackssinn kann sich nicht richtig entfalten. Das Raucher auch öfters unter Mundgeruch leiden als Nichtrauchern ist zudem auch bewiesen. Zusätzlich zu all den Aspekten kommt noch hinzu, dass Raucher eine deutlich schlechtere Kondition und Ausdauer haben als Nichtraucher. Sie kommen viel schneller außer Atem! Warum also den Glimmstängel weiter in der Hand behalten?

Einfach mal weniger rauchen

Wer der Meinung ist im Moment nicht bzw. nicht ganz auf die Zigarette verzichten zu können, sollte zumindest erst einmal weniger rauchen. Denn schon die Minderung des täglichen Verbrauchs senkt das Risiko von z.B. eines Herzinfakts. Man muss nicht von einem auf den anderen Tag aufhören, denn die Chance es nach einer Reduzierung zum Aufhören zu schaffen liegt höher als mit einem Mal aufzuhören.

Um dies zu schaffen, muss man seine Rauchgewohnheiten ein wenig ändern. Das heißt, nicht zu den gewohnten Zeit oder an gewohnten Orten eine Zigarette rauche. Außerdem sollte man sich nie Stangen oder Packungen auf Vorrat kaufen. Dies führt nur zu einem erhöhten Konsum, denn wohl viel ist, kann man viel verbrauchen. Am besten kauft man sich erst dann eine neue Schachtel, wenn die alte bereits leer ist. Außerdem sollte man Orte meiden, wo viel geraucht wird, um nicht selbst dazu animiert zu werden.

Auch auf den Konsum von Alkohol sollte geachtet werden, denn der Alkohol blockiert die Rezeptoren im Gehirn, an denen das Nikotin normalerweise andockt. Dies führt dazu, dass man mehr rauchen muss um die Sucht zu befriedigen. Es hilft wie bereits gesagt am besten, an den Orten oder in den Momenten, an denen man normalerweise raucht, einfach mal auf eine Zigarette zu verzichten und sich zu sagen: Ich rauche gleich, in einer halben Stunde, oder vielleicht auch erst in einer Stunde.

Gründe das Rauchen endlich sein zu lassen

Rauchen kostet ein Vermögen. Wenn man 20 Jahre lange eine Schachtel Zigaretten für 4 € raucht. Hierdurch hat man einen finanziellen Schaden von fast 30.000 €. Da Zigaretten in den Jahren aber immer teurer werden, muss man bald von noch mehr ausgehen. Es gibt wirklich sinnvollere Dinge, wofür man diese Beträge ausgeben kann. Außerdem riecht man als Nichtraucher viel besser. Nichtraucher schreckt der Geruch von kaltem Rauch ab, aber Raucher riechen das nicht mehr. Erst wenn man mit dem Rauchen aufhört erkennt man, wie unangenehm man für andere Mitmenschen, besonders Nichtraucher, gerochen hat.

Wer mit dem Rauchen aufgehört hat, hat Willensstärke bewiesen. Man hat sich und anderen bewiesen, dass man sein Leben selbst steuer kann und dies führt zu einer erheblichen Steigerung des Selbstbewusstseins. Außerdem haben Studien ergeben, dass es Rauchern schwerer fällt, einen Partner zu finden. Viele Menschen lehnen eine Partnerschaft mit einem Raucher sogar komplett ab. Man hat im Übrigen viel mehr Zeit, wenn man nicht mehr raucht. Wenn man, wenn man davon ausgeht, dass man 20 Zigaretten am Tag raucht, bis zu 100 Minuten mehr Zeit. Diese Zeit sollte man wirklich sinnvoller nutzen.

Zudem sind Raucher bei Arbeitgebern viel unbeliebter. In Amerika werden untern den Bewerbern mittlerweile schon Tests gemacht, um sie auf das Nichtrauchen zu testen. Da Deutschland Amerika meist in nichts nachsteht ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis dies auch hier eingeführt wird. Man sollte natürlich auch nicht vergesse, dass man mit dem Rauchen nicht nur sich, sondern auch andere schädigt. Dies sind alles gute Gründe, das Rauchen endlich sein zu lassen.

Verbesserung der Gesundheit

Sobald man ein Rauchstop einlegt, beginnt der Körper mit der Entgiftung. Bereits nach 20 Minuten sinkt auf den Wert vor der letzten Zigarette. Die Temperatur der Haut und der Hände steigt auf den Normalwert. Nach 8 Stunden verschwindet der Raucheratem, denn es ist kein giftiges Kohlenmonoxid mehr im Blut. Bereits nach einem Tag, also 24 Stunden nach der letzten Zigarette, beginnt das Herzinfaktrisiko zu sinken. Nach 2 Tagen verfeinert sich der Geruchs- und Geschmackssinn und nach 3 Tagen verbessert sich das Atmen bereits.

Nach 3 Monaten beginnt sich die Blutzirkulation zu verbessern und die Lungenkapazität, also Aufnahmefähigkeit für Atemluft, ist um 30 % gestiegen. Wenn man den 9 Monat erreicht hat, sinkt das Risiko einer Infektion. Raucherhusten und Kurzatmigkeit verschwinden, was zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit führt. Nach 12 Monaten ist das Risiko der Herzgefäßerkrankungen nur noch halb so groß wie bei einem Raucher.

Nach 5 Jahren beginnt das Schlaganfallrisiko erheblich zu sinken und nach 10 Jahren entspricht das Lungenkrebsrisiko dem eines Nichtrauchers. Wenn man es schafft 15 Jahre lang nicht mehr zu rauchen, und dann auch nicht mehr anzufangen, sinkt das Herzinfakt- und Schlaganfallrisiko auf das Niveau eines Nichtrauchers. Man hat seinen Körper vollends von den Schäden des Rauchens geheilt. Aus diesem Grund ist es nie zu spät, mit einer „Nichtraucher-Karriere“ zu beginnen.

Krankheiten durch Rauchen

Die bekannteste durch Rauchen auftretende Krankheit ist Lungenkrebs. Die Chance einen Lungenkrebs nach dem Erkennen jedoch zu überleben, liegt nur bei rund 10 %. Das heißt, dass von 100 Patienten nur 10 die nächsten 5 Jahre überleben. Mehr als 85 % der Patienten von Lungenkrebs sind Raucher. Rauchen begünstigt auch den Top-Risikofaktor für Herzinfakte. 98 % (!) aller Patienten mit Infakt unter 40 Jahren waren Raucher! Der Grund warum bei manchen Rauchern erst die Fußzehen, später die Füße und dann die Unterschenkel absterben ist Arteriosklerose. Ein Zeichen hierfür sind plötzliche Schmerzen unterhalb der Kniekehle – ein erstes Anzeichen für den Verschluss der Beinarterie.

Bei einer Lungenblähung (Lungenemphysem) kann ein Patient kaum noch ausatmen. Das liegt daran, dass die Lungenbläschen sich zum Teil nicht mehr entleeren können und dann schließlich platzen. Die Möglichkeit Sauerstoff aufzunehmen ist erheblich beeinträchtigt. Folge sind unnatürlich schnelles Atmen und/oder eine lebenslange Angewiesenheit auf ein Sauerstoff-Atemgerät

Selbst wer das Rauchen aufgibt, wird weiterhin mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko leben müssen. Es wurde in genetischen Untersuchungen herausgefunden, dass sich die Aktivität von bestimmten Genen, bei Rauchern dauerhaft herabgesetzt ist. Diese Gene sind dafür zuständig die DNA zu reparieren und die Entwicklung von Krebsarten wie z.B. Lungenkrebs aufzuhalten.

Rauchen in Verbindung mit einer Schwangerschaft

Es gibt unzählige Rauchende Schwangere, die scheinbar nicht wissen was sie tun, denn wüssten sie es, müssten sie sich in Grund und Boden schämen. Was sie ihren ungeborenen Kindern antun ist schlimmer als viele vermuten mögen. Jeder von der Mutter eingeatmete Giftstoff wird an den Embryo/Fötus weitergegeben. Bereits jetzt wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das ungeboren Kind selbst früher oder später mit dem Rauchen beginnt.

Durch das Rauchen werden die Gefäße in der Plazenta verengt und führen somit zu einer geringeren Sauerstoffversorgung des Kindes. Selbst bei einer gerade eingetretenen Schwangerschaft kann Rauchen gravierende Folgen haben. Der Uterus wird geschädigt und die befruchtete Eizelle kann sich möglicherweise nicht oder nur schwer einnisten. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildungen des Kindes. Auch Mangelentwicklungen und Frühgeburten werden hierdurch wahrscheinlicher.

Das Geburtsgewicht eines neugeborenen Kindes liegt bei Rauchermüttern deutlich unter denen, dessen Mutter nicht geraucht hat. Als Beispiel ist das Kind bei Müttern, die mehr als 20 Zigaretten täglich konsumierten, mit 25 %iger Sicherheit leichter als 2500 Gramm. Es tritt zudem eine gravierende Risikoerhöhung für den plötzlichen Kindstod auf und auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder an Leukämie erkranken ist erhöht. Außerdem wurde erwiesen, dass Kinder von Rauchenden Müttern für Allergie-, Bronchitis- und Asthmaerkrankungen sowie für Mittelohrentzündungen anfälliger sind. Es gibt leider immer noch zu viele Mütter, die ihre Kinder diesen Risiken aussetzen, nur um ihre eigene Sucht befriedigen zu können. Dabei sollte doch das Wohl des Kindes an erster Stelle stehen.

Tabakrauch – ein gesicherter Risikofaktor für unzählige Gesundheitsschäden

Tabakrauch bringt einen gesicherten Risikofaktor vieler Krankheiten mit sich. Das Einatmen des Rauches für unter anderem zu vielen Krebsarten. Meist ist dieser Krebs an vielen Stationen im Körper zu finden, was umgangssprachlich auch als „Raucherstraße“ bezeichnet wird. Der Krebs wandert also, wie auf einer Straße, von oben nach unten durch den Körper. Beginnend bei Rachenkrebs über Kehlkopf-, Speisröhren-, Lungen-, Magen-, Nieren- und Blasenkrebs. Aber auch andere Krebsarten lassen sich auf das Rauchen zurückführen.

Weitere Krankheiten, die durch Rauchen ausgelöst werden können sind unter anderem Asthma und auch Potenzstörungen, die sich bis zur Impotenz hinziehen können. Schlaganfälle, Herzerkrankungen und daraus resultierende Herzinfakte sind leider auch keine Seltenheit. Jeder hat auch schon vom umgangssprachlichen Raucherbein (Gefäßverstopfungen in den Extremitäten) und vom Raucherhusten (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) gehört. Auch diese Erkrankungen treten häufiger auf, als die Zigarettenhersteller zugeben wollen.

Neben Leberzirrhose, Magen-Darm-Geschwüren und chronischen Zahnfleischschwund (Parodontitis) führt Rauchen zu einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems und damit einhergehende Anfälligkeit für Infektionskrankheiten wie z.B. Rhintis. Auch eine vorzeitige Hautalterung und verzögerte Wundheilung sind durch Rauchen nachweislich feststellbar. Durch Rauchen wird zudem die Leistungsfähigkeit des Gehirns verringert. Trotz der ganzen (bereits teilweise seit langem) bekannten Gesundheitsschädigungen zu denen Rauchen führen kann stellt sich nun noch die eine Frage: Warum rauchen überhaupt (noch) so viele Menschen?

Zusatzstoffe in Zigaretten – so wird das unangenehme Rauchen erträglich

Die Zigarettenhersteller fügen einige chemische Zusatzstoffe in den Tabak hinzu. Es werden z.B. Ammoniak und Menthol beigemischt. Diese Stoffe dienen dazu, dass sich das Anfluten des Nikotins im Blut beschleunigt. Außerdem soll hiermit der Hustenreiz genommen und die schmerzenden Atemwege sollen betäubt werden. Um dem Rauch die Schärfe zu nehmen und den Rauch leichter inhalieren zu können werden Zuckerstoffe und Kakao hinzugefügt. Gerade die Beimischung dieser Stoffe führt zu einem leichteren Einstieg in das Rauchen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind dadurch sehr gefährdet, von dem Genuss-/Suchtmittel Rauchen abhängig zu werden.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist bereits bekannt, das Rauchen eine starke Gesundheitsschädlichkeit mit sich bringt. Die Gesundheitsgefahren durch Rauchen sind durch Untersuchungen zweifelsfrei belegt worden. In Tabakrauch gibt es einige tausend Stoffe, von denen viele bereits schon allein krebserregend sind. Dieser gefährliche Giftcocktail wird dennoch täglich tausendfach auf der Welt freiwillig zu sich genommen.

Nach unserem heutigen Kenntnisstand ist sicher, dass Rauchen nicht nur Krebs sonder auch Herz- und Gefäßkrankheiten verursacht. Rauchen führt zudem nicht zur tödlichen Krankheiten, sondern ist auch gesundheitsgefährdend für nicht rauchende Mitmenschen, die passiv den Zigarettenqualm mitrauchen (müssen). Tabak ist somit ein Genussmittel, bei deren Verwendung immer wieder Gesundheitsschäden auftreten.

Warum Raucher rauchen

Bei den meisten Rauchern handelt es sich zwar um ein Suchtverhalten, aber für sie zählen auch soziale Gründe und andere Aspekte, warum sie rauchen als angenehm empfinden. Nikotin hat eine anregende Wirkung, besonders in Verbindung mit Koffein. Ein Raucher beschreibt diese Wirkung am Morgen oder nach einem anstrengenden Tag als angenehm. Das besonders Menschen mit Schlafstörungen zu solchen Maßnahmen greifen führt dazu, dass der verschobene Rhythmus noch mehr behindert wird. Denn aufputschende Maßnahmen führen dazu, dass der nächste Schlaf verhindert.

Ein weiterer Grund für das Rauchen sehen Raucher in dem „sich-Zeit-verschaffen“. Sie nutzen die Zigarettenpause zu Erholungszwecken und der sozialen Kommunikation mit anderen Rauchern. Es wird kurzzeitig Abstand von Stress und Ärger gewonnen. Außerdem senkt Rauchen die Appetitschwelle und verändert damit teilweise das Essverhalten. Raucher beschreiben den Kampf gegen die vermeintlich zu vielen Kilos mit Rauchen als Hilfreich.

Die negative Seite des Rauchens, die extreme Negativentwicklung der Gesundheit, wird jedoch meist verdrängt oder nicht richtig wahrgenommen. Das im Rauch einer Zigarette freigesetzte Nikotin, ist zu 95 % im Körper verfügbar. Ein Teil davon erreicht das Gehirn bereits in 7 Sekunden und es wird eine Reihe physiologischer Reaktionen ausgelöst. Das hierbei auch freigesetzte Dopamin führt im Belohnungszentrum des Gehirns zu einem erhöhten Suchtpotenzial. Es wird dem Körper ein Belohnungseffekt vorgegaukelt, der dazu führt, dass der Körper die Aufnahme des Nikotins für eine notwenige Handlung interpretiert.